Feuerwehr - Aktive Mannschaft

 


Bild in Lightbox öffnen (open image in lightbox). Die Freiwillige Feuerwehr Oberleiterbach hat Verstärkung erhalten: Die Kommandanten beziehungsweise Gruppenführer Markus Drossel (li.) und Niko Dumsky (re.) überreichen symbolisch die Helme an Pia Kobelt (2. v. li.) und Angela Hennemann (2. v. re.). Maria Helmreich (Mi.) freut sich ebenso über die Verstärkung wie Vorsitzender Michael Hennemann (3. v. re.). Foto: Manuel Kunzelmann

Stolz auf drei Kameradinnen in der Feuerwehr

Der Informationsabend für Frauen im Gerätehaus ist ein voller Erfolg. Maria Helmreich ist nun nicht mehr einzige Feuerwehrdienstleistende. Warum im Ernstfall jeder Helfer zählt.

27.09.2020 Gespannt kleben die Zuhörer an den Lippen von Kerstin und Manu. Die beiden Feuerwehrfrauen der Stützpunktwehr Ebensfeld haben im  Feuerwehrhaus Oberleiterbach vie zu erzählen. Sie berichtend von ihren ersten Jahren bei der Wehr, von Ausbildung und Kameradschaft, von schönen Erlebnissen und schwierigen Einsatzlagen. Doch vor allem verbreiten sie Freude und machen Mut: Ihrer Meinung nach sollten noch viel mehr Frauen in die Feuerwehren.

Nach 119 Jahren die erste Frau in der Aktivenwehr

Genau das ist auch das Ansinnen der Freiwilligen Feuerwehr Oberleiterbach. Maria Helmreich ist nach 119-jähriger Vereinsgeschichte als erste Frau der Aktivenwehr beigetreten, und dabei soll es nicht bleiben. Deshalb haben die Kommandanten beziehungsweise Gruppenführer Niko Dumsky und Markus Drossel in Schulterschluss mit der Vereinsführung um Michael Hennemann unter dem Motto „Frauen zur Öberlädderbocher Feuerwehr“ zum Informationsabend geladen. Auch Ehrenvorsitzender Geo Amon ist gekommen, was der Veranstaltung, die ein Meilenstein in der Geschichte der heimischen Ortsfeuerwehr markiert, noch zusätzlich aufwertet.

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Die Feuerwehr: ein wichtiger Kulturträger im Ort

Nach einleitenden Worten von 2. Kommandant Markus Drossel erläuterte Michael Hennemann, dass die Feuerwehr Oberleiterbach im Ort ein wichtiger Kulturträger sei und viele Veranstaltungen stemme. Wenn nicht gerade Corona einen Strich durch den Jahresplan mache. Niko Dumsky skizzierte die Übungen im Jahresverlauf: Die bis dato 26 Aktiven üben regelmäßig in zwei Gruppen, samstags und sonntags, außerdem mehrmals im Jahr gemeinsam und seit 2020 verstärkt auch zusammen mit befreundeten Feuerwehren der Umgebung. Dass die kleine, aber feine Wehr definitiv ihre Berechtigung hat, zeigten die vier Einsätze in diesem Jahr, die es alleine bis September gab, darunter der Großbrand des Holzlagers in Reuthlos, so Drossel.

Dann waren die Gäste aus Ebensfeld an der Reihe. Dort war aller Anfang schwer, allerdings liegt dieser in der dortigen Wehr schon 23 Jahre zurück. Mittlerweile sind Frauen in der Ebensfelder Truppe unverzichtbar und in manchen Belangen sogar deren ganzer Stolz: Kerstin ist die erste und noch immer einzige Drehleitermaschinistin des Landkreises Lichtenfels, was Kommandant Georg „Sun“ Gäbelein nicht müde wird zu betonen. Manu ist Teil des Präventionsteams der Kreisbrandinspektion, geht mehrmals die Woche in Schulen und Kindergärten, um die Brandschutzerziehung voranzutreiben. Nicht immer sei das, was man im Feuerwehralltag erlebe, schön, ließen die beiden durchblicken. Mancher Einsatz hänge einem ziemlich nach. Doch in der großen Feuerwehrfamilie sei man gemeinsam stark, gehe gemeinsam durch dick und dünn, stehe freundschaftlich verbunden zusammen. Und jeder entscheide selbst, wie weit das Engagement bei der Feuerwehr gehen soll. Die Möglichkeiten sind vielfältig.

Aus dem Feuerwehrleben erzählt

Maria Helmreich, die bis dato einzige Frau in der Feuerwehr Oberleiterbach, konnte davon „ein Lied“ singen. Sie begann ihre Feuerwehrkarriere in Wiesen, ist Teil der Löschgruppe Reuthlos der Feuerwehr Zapfendorf – und engagiert sich seit einem Dreivierteljahr nun auch in ihrem Heimatdorf Oberleiterbach. In einer Art Interview mit dem 2. Kommandanten erzählte sie aus ihrem Feuerwehrleben. Dass in „Oberlädderboch“ nun endlich auch Frauen dabei sein dürfen und sollen, freue sie. Alle Beteiligten warben dafür, sich „die Feuerwehr“ doch einfach mal bei einer Übung anzuschauen. Wie 2. Kommandant Markus Drossel noch an diesem Abend verkünden konnte, war Maria da schon nicht mehr die einzige Frau in der Oberleiterbacher Wehr. Am Ende des Tages waren es drei: Pia Kobelt und Angela Hennemann verpflichteten sich für den Dienst am Nächsten. Ziel sei es, so Drossel behutsam nach und nach weitere weibliche Verstärkung zu gewinnen und die Kameradinnen behutsam an den Dienst am Nächsten heranzuführen. „Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen“, rief Niko Dumsky den Frauen zu. Oder besser: keine Meisterin.         M. Drossel

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„Leiter einer Feuerwehr“: Oberleiterbacher bestehen mit Erfolg

 

Nikolas Dumsky und Markus Drossel haben sich an der Staatlichen Feuerwehrschule weiterbilden lassen. Auf dem Stundenplan stand viel Theorie. Welche Auswirkungen Corona auf den Kurs hatte.

28.07.2020   Die Freiwillige Feuerwehr hat zwei neue „Leiter einer Feuerwehr“: Nikolas Dumsky und Markus Drossel haben den viertägigen Kurs an der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg mit Erfolg abgeschlossen. Dabei stand, anders als im Kurs Gruppenführer, nicht die Praxis, sondern eine geballte Ladung Theorie auf dem Programm. An Schluss galt es einen schriftlichen Leistungsnachweis zu absolvieren, der es durchaus in sich hatte.

An dem Kurs, der für Kommandanten zwingend erforderlich ist, nahmen zehn Feuerwehrmänner aus ganz Bayern teil. Sogar vom Bodensee war ein Kamerad angereist. Die kleine Gruppengröße war coronabedingt. Letztlich konnten die Teilnehmer so sich aber besonders viel und intensiv untereinander und mit den Lehrkräften austauschen. Zahlreiche Fallbeispiele wurden besprochen und analysiert, die in den jeweiligen Wehren aufgetreten waren.

Den trockenen Stoff kurzweilig aufbereitet

Die Lehrer René Herbert, Christoph Marterstock, Bernd Zimmermann und Lehrgangsleiter Sebastian Müller, alle selbst ehemalige oder amtierende Kommandanten oder Kreisbrandmeister, verstanden es vorzüglich, den eigentlich trockenen Stoff kurzweilig und interessant aufzubereiten. So vergingen selbst die drei Schulstunden Rechtsgrundlagen und damit das Wälzen von Paragrafen aus dem Bayerischen Feuerwehrgesetz wie im Flug. Weitere Themen waren unter anderem Haushaltswesen/Bestandsverwaltung, Löschwasserversorgung und Einsatzplanung, Versicherungsschutz und Unfallverhütungsvorschriften (UVV), Ausbildung und Alarmierungsplanung sowie Öffentlichkeitsarbeit, Berichtswesen und vorbeugender Brandschutz. Insgesamt waren es an den vier Tagen 32 Stunden.

Abends dann ging der Erfahrungsaustausch im geselligen Kreis weiter. Für die Teilnehmer aus kleinen Wehren war es hochinteressant zu hören, was beispielsweise federführende Kommandanten aus um einiges größeren Wehren schon so erlebt haben, aber auch, in welch heikle Situation schon so mancher Kollege einer kleinen Aktivenmannschaft geraten war.

Nikolas Dumsky und Markus Drossel haben nun beide die erforderlichen Kurse absolviert, die sie als Kommandanten einer Feuerwehr benötigen.                               mdr

 

Bild in Lightbox öffnen (open image in lightbox). Freuen sich über ihre neue Qualifikation: Markus Drossel und Nikolas Dumsky von der Freiwilligen Feuerwehr Oberleiterbach. Foto: Michael Hennemann

Poloshirts und Softshelljacken für die Feuerwehr

17.04.2020   Gerade noch rechtzeitig, bevor die staatlich verordneten Ausgangsbeschränkungen in Kraft traten, hat die Freiwillige Feuerwehr Oberleiterbach ein Projekt abgeschlossen, das sich im wahrsten Sinne des Wortes sehen lassen kann: Das Vorstandsteam um Vorsitzenden Michael Hennemann hatte nicht nur neue Poloshirts in neuem Design beschafft, sondern – erstmals in der Vereinsgeschichte – auch Softshell-Jacken.

Immer wieder war das Projekt Thema in den Vorstandssitzungen. Kataloge wurden gewälzt, Angebote eingeholt und verglichen, Probekleidungsstücke besorgt, Designs geprüft und letztlich ein eigener Schriftzug entworfen. Bewusst entschieden sich die Entscheidungsträger des Vereins gegen besonders auffällige oder gar protzige Aufdrucke. Getreu dem Motto „Weniger ist manchmal mehr“ fiel die Wahl auf dunkelblaue Poloshirts und Jacken, die mit einem weißen, gestickten Schriftzug im Bereich der Brust geziert wurden. Für dieses schlichte und zugleich elegante Design gab es auch von den Mitgliedern des Feuerwehrvereins viel Lob. Alle waren sich einig: In den neuen Klamotten gibt die Feuerwehr Oberleiterbach bei Familienwanderung, Johannisfeuer, Kirchweih und anderen Anlässen in Zukunft definitiv ein gutes Bild ab.

Trotz Corona: Einsatzbereitschaft besteht

Apropos Ausgangsbeschränkung: Die geselligen Termine wie auch die Übungen der Feuerwehr Oberleiterbach mögen derzeit (noch) ausfallen, doch die Einsatzbereitschaft ist selbstverständlich weiterhin gewährleistet.                             M. Drossel

Bild in Lightbox öffnen (open image in lightbox). BILDTEXT:
Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Oberleiterbach um 1. Vorsitzenden Michael Hennemann (vorne, 4. v. li.), 2. Kommandanten Markus Drossel (mittlere Reihe, re.), die Gruppenführer Niko Dumsky (vorne, 5. v. li.) und Benedikt Hennemann (vorne, li.) sowie Schriftführer Philipp Kunzelmann (vorne, 3. v. re.) und die Vorstandsmitglieder Manuel Kunzelmann (hinten, li.), Frank Hennemann, Michael Krähmann (beide hintere Reihe, 3. und 2. v. re.), Jürgen Schug (mittlere Reihe, 3. v. li.)  und Chris Hennemann (vorne, re.). Foto: Bianca Seelmann

Weil im Ernstfall jede Sekunde zählt

Aktive und passive Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr frischen ihre Kenntnisse in Erster Hilfe auf. Rettungsprofi Michael Göbel hat viele Tipps parat. Wie ein Pop-Song Leben retten kann.

23.01.2020 Die „Golden Hour“ entscheidet nicht selten über Leben und Tod. Mit diesem Fachbegriff beziffern Rettungsdienstler die Zeit, die zwischen Vorfall, Rettung und Eintreffen im Klinikum maximal vergehen sollte, um einer Person in Not effizient helfen zu können. Michael Göbel, hauptberuflich Rettungssanitäter und ehrenamtlich in der Freiwilligen Feuerwehr Oberleiterbach aktiv, brachte seinen Kameraden im Rahmen eines Erste-Hilfe-Auffrischungskurses im Gemeinschaftshaus so manche Information aus erster Hand nahe. Dabei wurden die Kenntnisse nicht nur in Theorie, sondern vor allem auch in Praxis vertieft. Und erfahren, dass ein bestimmter Song ein Leben retten kann.

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Es ist der Paragraph 323c, der Bürger zur Hilfeleistung im Rahmen ihrer Möglichkeiten verpflichtet. Für Feuerwehrleute ist diese rechtliche Vorgabe eine Selbstverständlichkeit: Sie alle absolvieren mit der Modularen Truppmannausbildung einen erweiterten Erste-Hilfe-Kurs. Doch das ist kein Geheimnis: Der Mensch vergisst gerne, was er nicht täglich anwendet. Im Bedarfsfall kann das fatal sein.

Schlaganfall und Herzinfarkt:

Bei Verdacht sofort den Notruf wählen

Und so informierte Michael Göbel, wie beispielsweise Symptome von einem Schlaganfall (hängender Mundwinkel, schlaffe linke Körperhälfte, eingeschränkte Mobilität, blasse, aschfahle Haut, Wortfindungsstörungen oder gar gänzliche Sprachstörung) erkannt werden können. Im Ernstfall zählt hier jede Sekunde. „Geht lieber auf Nummer sicher und ruft den Rettungsdienst, wenn ihr den Verdacht habt“, riet Göbel. Die „Lächelprobe“, das Abfragen einfacher Alltagsinformationen („Weißt du, welches Datum wir heute haben? Welcher Tag heute ist? Was hast du zu Mittag gegessen?“) oder der „Über-Kreuz-Griff“ können etwas Klarheit bringen. „Das Schlimmste, was man tun kann, ist, nicht anzurufen.“ Zudem bekämen Schlaganfall-Betroffene alles mit. Wichtig sei, sie zu beruhigen, bis der Rettungsdienst kommt, denn sie hätten in der Regel panische Angst.

Auch beim Herzinfarkt ist der Zeitfaktor entscheidend. Anzeichen können Atemnot und enormer Schmerz in der Brust sein, der in den linken Arm ausstrahlt, ebenso kalter Schweiß. Auch hier gelte: schnell die 112 wählen, den Patienten beruhigen und vielleicht die Krawatte lockern oder das Hemd öffnen, denn das habe einen Placebo-Effekt. „Schlaganfall und Herzinfarkt sind die beiden häufigsten Krankheitsbilder im internistischen Bereich in Deutschland“, führte der Experte vor Augen.

Wie auch schwierige Körperstellen

gekonnt verarztet werden können

Darüber hinaus stand beim Schulungsabend der Freiwilligen Feuerwehr Oberleiterbach das richtige Anlegen von Pflastern und Verbänden auf der Tagesordnung. Göbel zeigte, wie durch geschickt gesetzte Dreiecksschnitte am Pflaster auch Ellbogenwunden, Knieverletzungen und Wehwehchen an Fingerkuppen problemlos verarztet werden können. Wenn die Arterie verletzt ist, ist der Druckverband das Mittel der Wahl. Dafür nutzt der Ersthelfer am besten die noch verpackte Mullbinde als „Druckmittel“, legt diese also auf die abgedeckte Wunde, um den Blutaustritt zu unterbinden. „Legt den Verband druckvoll an, aber nicht brachial“, riet der Rettungsprofi.

Der Klassiker jeder Truppmannausbildung durfte ebenso nicht fehlen: das Auffinden einer bewusstlosen Person – und das richtige Vorgehen. Zunächst wird versucht, die Person anzusprechen, dann versucht, sie wachzurütteln. Hilft das nicht, setzt der Fachkundige einen Schmerzreiz. Dann spätestens wird der Notruf abgesetzt. Durch fühlen, hören und beobachten wird die Atmung kontrolliert. Ist die Atmung vorhanden, folgt die stabile Seitenlage, der Kopf ist leicht zu überstrecken und der Mund zu öffnen. Als Kopfpolster kann da gerne mal der Leinenbeutel dienen.

Lässt sich innerhalb von 30 Sekunden keine Atmung feststellen, beginnt umgehend die Wiederbelebung. Und da kam dann eingangs erwähnter Song ins Spiel: Der Rhythmus des BeeGees-Klassikers „Staying Alive“ ist die Grundlage für die optimale Taktfrequenz. Fünf bis sechs Zentimeter tief sollte gedrückt werden, idealerweise mit dem Handballen und in etwa zwischen den Brustwarzen oder leicht darunter. 30-maliges Drücken wechselt sich mit zwei Beatmungsversuchen ab. Und das so lange, bis der Rettungsdienst kommt. Dass das richtig schweißtreibend sein kann, spürten die Feuerwehrleute an diesem Schulungsabend am eigenen Leib. Informationen zur Sofortrettung und Übungen mit dem Tragetuch rundeten den höchst informativen Auffrischungskurs ab.

Am 4. April wird „scharf“ alarmiert:

gemeinsame Übung im Landkreis Lichtenfels

Die Erste-Hilfe-Einheit war die erste gemeinsame Übung des Jahres der beiden Gruppen. 2. Kommandant Markus Drossel dankte auch namens der Gruppenführer Nikolas Dumsky und Benedikt Hennemann für die Ausführungen und informierte, dass der Jahresplan bereits erstellt sei. Er gehe den Mitgliedern zusammen mit dem Vereinskalender zu. Einige Termine nannte er bereits vorab. So bittet die Freiwillige Feuerwehr Zapfendorf für Faschingssonntag, 23. Februar, um Unterstützung beim Faschingsumzug. Am 4. April ist eine gemeinsame Übung mit den Feuerwehren Prächting, Sträublingshof-Dittersbrunn und Kümmel geplant, zu der die Integrierte Leitstelle Coburg-Lichtenfels per Sirene alarmiert. Und die Jahresversammlung ist für den 14. März terminiert. Weitere Informationen gibt es auch im Schaukasten am Feuerwehrgerätehaus.    M. Drossel

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Zwei neue Gruppenführer für die Feuerwehr Oberleiterbach

Niko Dumsky und Markus Drossel haben an der Staatlichen Feuerwehrschule in Würzburg den Führungslehrgang mit Erfolg absolviert. Was sie dabei erlebt haben.

20.01.2020   Anspruchsvolle Aufgaben, jede Menge Theorie, Einsatzstress – und immer wieder Grenzerfahrungen: Der Gruppenführer-Lehrgang an der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg ist alles andere als ein Zuckerschlecken. Das durften Niko Dumsky und Markus Drossel gleich zu Jahresbeginn hautnah erfahren. Fünf Tage lang hieß es lernen, grübeln, erfahren, erleben und üben. Mit dem Erfolg, dass die Freiwillige Oberleiterbach nun zwei neue Gruppenführer hat.

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Nicht mehr an vorderster Front mit dem Strahlrohr stehen oder die Einsatzstelle absichern, sondern derjenige sein, der die Lage beurteilt, einschätzt und die Mannschaft führt: Das war für die beiden Lätterbocher Lehrgangsteilnehmer schon eine Umstellung. Dabei kommt es vor allem auf das genaue Erkunden an. Informationen, die der Gruppenführer nicht hat, können einen Einsatz schnell in die falsche Richtung laufen lassen. Mit dem Risiko, dass Menschen, Tiere, die Umwelt und Sachwerte gefährdet bleiben oder werden. Von der Mannschaft und dem Gerät ganz zu schweigen.

Das genaueste Erkunden ist entscheidend

Und so wurde immer wieder das genaue Erkunden geübt und der Blick der Lehrgangsteilnehmer für Gefahren jeglicher Art geschult. Sie lernten, wie unabdingbar nicht nur die Frontansicht, sondern darüber hinaus eine akribische Befragung von Betroffenen ist, ebenso die Innenansicht und die Gesamtübersicht. Ein Blick aus der zweiten Reihe auf eine Schadenslage ist dabei ein Muss. Trainiert wurden Brandeinsätze in Ein- und Mehrfamilienhäuser ebenso wie Gefahrgutunfälle und technische Hilfeleistungen, beispielsweise Wasserrohrbrüche und Verkehrsunfälle.

Eine Ausbildung für Feuerwehren jeglicher Größe

Oberleiterbach mag „nur“ einen Tragkraftspritzenanhänger (TSA) haben, doch der kann in vielen Fällen Gold wert sein. Die Lehrer betonten immer wieder, dass die kleinen Wehren ihr Licht nicht unter den Scheffel stellen sollten, denn auch sie könnten in den Einsatzlagen viel unternehmen. Außerdem, so betonten die Ausbilder, bilde man in Würzburg auch keine Gruppenführer für TSA aus, sondern Führungskräfte, die in der Lage seien, Gruppen in Feuerwehren jeglicher Größe in Bayern zu führen.  Fotos: SFS (1)/Martin Purrer (1)/Drossel

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Ein Schwimmsauger für die Feuerwehr Oberleiterbach

Bayerische Versicherungskammer spendet Ausrüstungsgegenstände an Kreisfeuerwehrverband

STRULLENDORF/OBERLEITERBACH   Im Rahmen der Vollversammlung des Kreisfeuerwehrverbands (KFV) Bamberg in der Karl-Wagner-Halle Strullendorf hat Florian Ramsl von der Bayerischen Versicherungskammer 16 Schwimmsauger an Feuerwehren im Landkreis übergeben. Kreisbrandrat Bernhard Ziegmann dankte herzlich für diese höchst sinnvollen Spenden. Drei Flachsauger waren bereits im vergangenen Jahr an den KFV überreicht worden.

Fünf Zentimeter Wassertiefe reichen

Rund 500 Euro kostet ein solches Gerät, mit dem unter anderem die Feuerwehren Oberleiterbach (Markt Zapfendorf) und Busendorf (Markt Rattelsdorf) bedacht wurde. Waren bislang Wasserhöhen von mindestens 30 Zentimeter nötig, um aus Gewässern zu saugen, so reichen für den sieben Kilogramm leichten Flachsauger lediglich fünf Zentimeter aus. Vor allem in Zeiten von langen Trockenperioden und damit Niedrigwasserständen in Bächen, Flüssen und Seen ist das ein klarer Vorteil für die Feuerwehren. Doch nicht nur das: Da das Wasser an der Oberfläche entnommen wird, wird zudem der Gewässerboden geschont. Der Schwimmsauger besteht aus einem 60 Zentimeter langen Polyethylen-Körper und wird anstelle eines herkömmlichen Saugkorbes aus Metall am Saugschlauch angebracht. Dieser wiederum wird an der Pumpe des Feuerwehrfahrzeuges beziehungsweise die Tragkraftspritze angeschlossen.

Auch bei Hochwassereinsätzen eine große Hilfe

Auch bei Hochwasserereignissen ist der Flachsauger für die Feuerwehren eine große Hilfe. Für die Freiwillige Feuerwehr Oberleiterbach nahmen 2. Kommandant Markus Drossel sowie der designierte 1. Kommandant und derzeitige Gruppenführer Niko Dumsky die Spende entgegen und dankten für die Ergänzung ihrer Ausrüstung.

Die Versicherungskammer Bayern ist ein Hauptsponsor der Bayerischen Feuerwehren und hat in Zusammenarbeit mit dem Landesfeuerwehrverband Bayern das Projekt Flachsauger ins Leben gerufen. In den vergangenen Jahren wurden bereits viele andere sinnvolle Anschaffungen gefördert, beispielsweise die Wärmebildkamera, die heute zu den Standards in den Feuerwehren gehört, sowie auch Rauchschürzen, Schaumtrainer und vieles mehr gefördert. Geplant ist, weitere Schwimmsauger in den kommenden Jahren an die Feuerwehren in den Bezirken beziehungsweise Landkreisen in Bayern zu übergeben. Insgesamt investiert die Bayerische Versicherungskammer mehr als 400000 Euro in Flachsauger.                                                              M. Drossel


Eindrucksvolle Darbietungen bei Dauerregen

17 Männer der Feuerwehr Oberleiterbach meistern Leistungsprüfung mit Bravour

OBERLEITERBACH Nein, Petrus kannte kein Erbarmen mit den Feuerwehrleuten in Oberleiterbach, weder bei den zwei Wochen intensivster Vorbereitung noch bei der Leistungsprüfung selbst. Bei Dauerregen und sogar Schneefall hatten sie ihr Können perfektioniert, auch am Prüfungstag regnete es zeitweise heftig und kräftig. Doch davon ließen sich die Mannen um Kommandant Benedikt Hennemann und Gruppenführer Michael Hennemann nicht beeindrucken. Im Gegenteil: Alle drei Gruppen meisterten die Leistungsprüfung souverän, zweimal wurde die vorgegebene Soll-Zeit von vier Minuten um fast eine unterschritten. Was für eine Leistung!

Lob von KBM und Bürgermeister

Dementsprechend hatten die Schiedsrichter Klaus Jungkunz (Kreisjugendwart und Kommandant in Priesendorf), Matthias Schliereth (Reckenneusig) und Reiner Nastvogel (Priesendorf) auch wenig zu kritisieren. Sie lobten die Truppe für eine hervorragende Ausbildung, für die vornehmlich Kommandant Benedikt Hennemann verantwortlich zeichnete.

Bild in Lightbox öffnen (open image in lightbox). Nach bestandener Leistungsprüfung: Die Teilnehmer der Feuerwehr Oberleiterbach mit (hinten, v. li.) den Schiedsrichtern Matthias Schliereth, Reiner Nastvogel sowie Kommandant Benedikt Hennemann und (v. re.) Klaus Jungkunz, Kreisbrandmeister Andreas Schnapp und Zweitem Bürgermeister Andreas Schonath.

Auch Kreisbrandmeister Andreas Schnapp war hochzufrieden, Zapfendorfs Zweiter Bürgermeister Andreas Schonath sichtlich stolz: „Ich freue mich sehr, dass ihr so fleißig und zahlreich teilgenommen habt.“ 17 der 31 Aktiven hatten sich beteiligt: Das war schon eine Hausnummer. Und auch von den Zuschauern gab es mehr als nur einmal Applaus für die Prüflinge. Die Leistungsprüfung fand erstmals am großen Dorfplatz statt, mit Wasserentnahme vom eigens dafür aufgestauten Leiterbach.

Die Leistungsprüfung meisterten: Michael Krähmann, Manuel Kunzelmann, Markus Drossel (alle Stufe 1, Bronze), Philipp Seelmann, André Seelmann, Nikolas Dumsky, Stefan Krähmann (je Stufe zwei, Silber), Philipp Kunzelmann, Markus Hennemann, Bastian Schneider (Stufe 3, Gold), Thomas Schneider, Benedikt Hennemann, Robin Helmreich (Stufe 4, Gold-Blau), Michael Hennemann (Stufe 5, Gold-Grün), Harald Hümmer, Andreas Herold und Chris Hennemann (Höchststufe 6, Gold-Rot).                         M. Drossel

Leistungsabzeichnung 2019


Über uns:

Unsere Ortsfeuerwehr besteht aktuell (Stand 01/2019) aus 31 aktiven Feuerwehrleuten. Retten, Löschen, Bergen und Schützen sind auch die Hauptaufgaben unserer Wehr im Einsatzgebiet rund um bzw. in Oberleiterbach.

Um für unsere Aufgaben gut gerüstet zu sein, finden regelmäßig Übungen sowie verschiedene Ausbildungsveranstaltungen statt (Näheres hierzu in den Menüpunkten  "Übungsplan" und "Aktuelles")

                       

                                         

 

Führungsmannschaft
Drossel Markus Kommandant
Drossel Markus stellv. Kommandant
Nikolas Dumsky Gruppenführer
Hennemann Benedikt Gruppenführer
Hennemann Frank    Gerätewart

                                           

                              

                                           

 

 


Bild in Lightbox öffnen (open image in lightbox). Unsere aktive Mannschaft beim Leistungsabzeichen 2014