Station 3 - Reuthloser Straße 2

Ehemalige Brauerei und Gastwirtschaft

Geschichte

Frühere Bewirtschaftung: 1/4 Fronhöfersgut

Frühere Besitzer:

Andreas Kriebel 1820 in der Teilung des Vaters Andreas Kriebel übernommen

Andres Kriebel (1798)

Dorothea Kriebelin Andres Kriebel (1786)

Andres Kriebel (1755)

Gregorius Jung (1728)

Niclaus Hofmann (1702)

Michael Förtsch (1653)

Barbara, Tochter (1650)

Cunegund, Witwe von Hans Müller (1643)

Hanns Müller 2. Teil, Claus Schuber 1. Teil und Hanns Emmerling 1 Sechstel (1633)

Ausleger

Schon immer machten die Wirtshäuser mit phantasievollen Wirtshausschildern, so genannten Auslegern, auf sich aufmerksam. Durch ihr Hinausragen in die Straßenflucht, mit sprechender Silhouette gegen den Himmel stehend, vereinen sie höchste Werbewirkung mit schmückender Belebung des Straßenbildes.

Mit der schönen Sitte des Anbringens von Wirtshauszeichen waren ursprünglich noch keine Reklameabsichten im heutigen Sinne verbunden. Zunächst war es ein Rechtszeichen, ein Hinweis. Bei der Schenke, dem nur zu zeitweiligem Ausschank berechtigten Wirt, war und ist es da und dort noch heute der einfache Strohschaub (so nennt man gebundene Garben), alternativ auch Fichten- oder Laubbuschen, der an einem Stab baumelnd dem Durstigen anzeigt, das ihn Durstlöschendes erwartet.

Anders beim Gasthofbesitzer. Hier entwickelt sich die Wirtshausfahne, die im Mittelalter allmählich die Form einfacher, hölzerner Schilder annahm, bemalt mit Heiligen, deren Attributen und dann auch weltlichen Zeichen.

Die Schilder wurden später im wetterbeständigen Werkstoff Eisen hergestellt. Nach und nach entwickelten sie sich stilistisch hin zu zu dicht mit Spiralen und Ranken verzierten Tragstangen.

Bauform

Zweigeschossiger Walmdachbau, Fachwerkobergeschoss, Anfang 19. Jh., Erdgeschoss verändert;

Ausleger, im späten 18. Jh. modern verändert, bez. 1896 und 1926.

Heutige Nutzung

Wohnhaus

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